07.09.2019, von St. Boos

Übung mit der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenweiler

Freitag 06.09.2019 20:00 Uhr

Alarmierung des OV Villingen-Schwenningen durch die Feuerwehr, Florian VS-Pfaffenweiler.
"Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes"

Einsatzauftrag: Unterstützung bei der Wasserförderung aus einem offenen Gewässer.

Mit diesen Worten und dem Hinweis, dass es sich hierbei um eine Übung handelt, wurde der THW OV Villingen-Schwenningen in die monatliche Feuerwehrprobe der Ortsgruppe Pfaffenweiler mit einbezogen.

Als Übungsszenario wurde der Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes außerhalb der Ortschaft angenommen.
Die Feuerwehr war mit 45 Kameraden an der Übung beteiligt. Zum Einsatz kamen von der Ortsgruppe Pfaffenweiler, neben dem MTW, dem LF8 auch die Drehleiter, sowie ein weiteres Löschfahrzeug aus Villingen. Die Feuerwehr übernahm den Erstangriff und die Personenrettung, sowie die Riegelstellung zum benachbarten Wohnhaus.
Die Herausforderung in solchen Fällen ist es, genügend Wasser für die Brandbekämpfung bereitstellen zu können.

Hier kam nun das THW ins Spiel:

Mit einer Stärke von 1/3/12 = 16 trafen wir nach der Alarmierung am Einsatzort ein. Nach Abklärung der Gegebenheiten und der Übergabe des Einsatzauftrages vom Zugführer der Feuerwehr an unseren Zugführer, haben wir mit unserer Aufgabe unter Hochdruck begonnen. Diese bestand darin, von einem Bachlauf über eine Wegstrecke von ca. 180 Metern und einem Höhenunterschied von ca. 13 Metern,  Löschwasser in Richtung des brennenden Gebäudes zu fördern.
Hierbei wurde die Aufgabe wie folgt aufgeteilt.


Zugtrupp übernahm die Koordination des THW Einsatzabschnittes und bildete die direkte Schnittstelle zur Feuerwehr.

Bergungsgruppe B2, auf dem MZKW waren in 4 miteinander verbundenen IBC Containern 4.000 Liter Löschwasser verlastet, welches der Feuerwehr in einem Faltbecken zur Abnahme für den Erstangriff bereitgestellt wurde.
Dieses System wurde bspw. bei den Moorbränden in Meppen zum Wassertransport eingesetzt. Die Übung diente uns als Praxisversuch um die Koppelung und Wasserbereitstellung aus IBC Containern zu überprüfen, hieraus ergab sich noch ein geringer Optimierungsbedarf. Nach erfolgtem Aufbau des Faltbeckens begannen die Helfer mit dem Aufbau zweier parallel laufender Schlauchstrecken mit Druckschläuchen vom Typ B in Richtung des Bachlaufes.


Fachgruppe Elektroversorgung, übernahm die Beleuchtung der Einsatzstelle und Wasserstrecke, sowie die Ausleuchtung des Pumpenplatzes und die Stromversorgung der eingesetzten Tauchpumpen.

Bergungsgruppe B1, hatte die Aufgabe die Pumpen in Betrieb zu nehmen und die Schlauchstrecke in Richtung der entgegenkommenden B2 aufzubauen.
Um über die Förderstrecke und vorallem die Förderhöhe einen ausreichenden Volumenstrom sicher stellen zu können, kamen zwei Pumpen vom Typ Chiemsee zum Einsatz. Diese Pumpen haben den entscheidenden Vorteil, dass Sie in Reihe geschaltet werden können und hierdurch die Förderhöhe nahezu verdoppelt werden kann. Um das vorhandene Schlauchmaterial optimal nutzen zu können, wurde eine Chiemsee Typ A in den Bachlauf eingebracht. Nach 10 Metern Wegstrecke, die mit A Schläuchen gebaut wurde, kam ein Verteilerstück zum Einsatz welches die A-Leitung aufteilte auf 2x Typ B. An einen Strang kam die zweite Pumpe ebenfalls vom Typ Chiemsee zum Einsatz. Der zweite Schlauchstrang wurde zum Test ohne eine weitere Pumpe mit versorgt.
Mit dieser Konstellation konnte eine Fördermenge von ca. 1.500 L/min sichergestellt werden.

Die Übung hat aufgezeigt, welche Herausforderungen bei der Wasserförderung sowohl auf die Feuerwehr und auch auf das THW zukommen können. Die Zusammenarbeit und Kommunikation hat wiedereinmal sehr gut funktioniert und hat allen Beteiligten gezeigt welches Potential in der Zusammenarbeit steckt.
Nach Übungsende und Rückbau, traf man sich noch zu einem gemeinsamen Hock im Feuerwehrhaus in Pfaffenweiler. Das Resüme war auf beiden Seite sehr positiv und für nächstes Jahr wird wieder eine gemeinsame Übung angedacht.


Wir bedanken uns sehr für das entgegen gebrachte Vertrauen durch die Feuerwehr.

Ein Dankeschön gilt auch dem OV Tuttlingen, für die Bereitstellung einer der beiden eingesetzten Chiemseepumpen.


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