13.02.2017, von F. Ehlert

Sicherheit am Airport- Zu Besuch bei der Flughafenfeuerwehr Stuttgart

Der Flughafen Stuttgart ist ein hektischer Ort. Starts, Landungen, Verkehr und viele Menschen, bieten allerlei potenzielle Gefahren. Um im Falle des Falles schnell handeln zu können, stehen die Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr immer in Bereitschaft. Für uns öffneten sich nun die Türen und wir konnten einen Einblick in die Wache und der besonderen Technik erhalten.

Samstagvormittag, 11.02.2017, Vorfreude auf den Besuch bei der Flughafenfeuerwehr Stuttgart. Nach etwa einer Stunde Fahrt kommt die Abfahrt Stuttgart-Flughafen und die ersten Flugzeuge können im Landeanflug beobachtet werden. Am Terminal angekommen trafen wir Simon, seit vier Jahren Feuerwehrmann am Flughafen und für diesen Tag unser Führer. Zunächst aber hieß es "Schuhe aus". Das Flughafengelände ist Hochsicherheitsbereich. Wer es betreten will, muss zuerst durch eine Personenkontrolle. Diese war für uns natürlich kein Hindernis. Zur Feuerwache ist es dann noch ein Stück über das Vorfeld, welches wir in einem großen feuerwehreigenen Bus(quasi ein Linenbus mit Blaulicht) überquerten.

Im Atrium der Wache angekommen, gab uns Simon einige allgemeine Fakten zum Flughafen und beschrieb den Alltag von sich und seiner Kameraden. Zunächst ging es in die Sanitätsabteilung der Wache. Bis hier hin gleicht es einer normalen Wache des Rettungsdienstes, der ebenfalls von der Feuerwehr übernommen wird. In der zweiten Fahrzeughalle standen sie dann aber. Drei Metter breit, über 1000PS und bis zu 17000 Liter Wasser an Board, vier Flughafenlöschfahrzeuge(FLF). Die Giganten sind die Stütze der Flughafenfeuerwehr. Ohne sie wäre eine Brandbekämpfung bei Flugzeugsbränden in kurzer Zeit nicht machbar. Dafür haben sie allerlei Sonderausstattung verbaut. So hat eines der Fahrzeuge einen ausfahrbaren Arm an dem ein Löschdorn montiert ist. Dieser Sticht durch den Rumpf des Flugzeuges und kühlt es mit einem Sprühnebel. Dies wird gemacht, wenn die Temperatur im innern so hoch ist, dass selbst ein Betreten mit Schutzkleidung zu gefährlich ist. Zudem haben die Fahrzeuge verschiedene Monitore, mit denen sie das Wasser auch während der Fahrt auf das brennende Objekt schleudern können. Auch durchs Feuer fahren können sie, dank der verbauten Selbstschutzeinrichtung.

Eine Halle weiter konnten wir dann noch Löschfahrzeuge in ihrer klassichen Form, eine Drehleiter, sowie ein weiteres Spezialfahrzeug begutachten, die Rettungstreppe. Mit ihrer Hilfe können die Flugzeuge im Ernstfall evakuiert werden. Nebenan stehen dann die drei großen Wechsellader, mit denen die Feuerwehr insgesamt 30 Abrollbehälter, welche zusätzliches Material für die Bergung von Maschinen oder auch für den Worst Case, einem Absturz und dem damit verbundenen Massenanfall von Verletzten(MANV), beinhalten, zur Einsatzstelle bringen können. Anschließend konnten wir noch einige Blicke in diverse Werkstätte werfen. So gibt es neben einer normalen Werkstatt, auch eine für die ganzen Feuerlöscher des Flughafens, sowie für die Atemschutzgeräte.

Danach erzählte uns Simon noch Geschichten über spannendere Einsätze und Übungen und zeigte dazu Bilder. Dann wurde es leider auch schon wieder Zeit für den Heimweg. Wir verabschiedeten uns und konnten ohne Stau wieder zurück nach Villingen fahren. Es war sehr Interessant einmal die großen FLFs live zu sehen und wie viel Technik am Flughafen zum Einsatz kommt, um ein sicheres Reisen zu ermöglichen.

 

Wir bedanken uns bei der Flughafenfeuerwehr Stuttgart für die ausführliche Führung.


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