15.06.2019, von Th. Wiedemann

Herstellen und Betreiben von Verbindungen über Wasser

Zu einer weiteren gemeinsamen Ausbildungsveranstaltung trafen sich am Morgen des 15. Juni die beiden Fernmeldetrupps der Fachgruppen Führung- und Kommunikation (FGr FK) aus Ofterdingen und Villingen-Schwenningen in Villingen.

Anknüpfend an die Ausbildung der FK Neckaralb aus dem vergangenen Jahr sollte die Ausbildung des Verlegens von Telekommunikationsleitungen über Wasser vertieft werden.

Unmittelbar nach dem Eintreffen der Einheiten am Kirnbergsee im Schwarzwald Baar Kreis startete die Ausbildung. So wurde der Mastkraftwagen (MastKW) des Weitverkehrstrupp aufgebaut und über die 40m Mastanlage analoger Sprechfunk betrieben. Die Dome Kamera lieferte hier einen Überblick über den gesamten See. Die beiden Fernmeldetrupps (Fm-Trupp) verlegten im Hoch- und Tiefbau Feldfernkabel im Gelände um hier DECT Sender absetzen zu können.

Die Anbindung dieser Leitungen fand an den Führungs- und Kommunikationskraftwagen (FüKomKW) der FGr FK Ofterdingen statt.

So konnten die Einsatzkräfte in kürzester Zeit untereinander telefonieren.

Im realen Einsatzgeschehen werden diese Komponenten miteinander verbunden. Ein Fernmeldtrupp holt einen funktionierenden Telekommunikationsanschluss ab, verlängert diesen bei Bedarf, legt diesen auf den FüKomKW auf und über die Telefonanlage können nun die Einheitsführer telefonierten. Ist die Wegstrecke zu lange, wird der Anschluss über den MastKW über weite Strecken und Richtfunk zur THW Führungsstelle übertragen, dort ebenfalls auf eine Telefonanlage aufgeschalten und aktiviert.

Zeitgleich brachte die DLRG ihre Einsatzausstattung zu Wasser. Mit dem DLRG Boot konnten so Verlegungen der Mannschaft von einer Seite des Kirnbergsee zum anderen Ufer stattfinden.

Im Weiteren wurde am Bug des DLRG Bootes eine Kabeltrommel mit Lichtwellenleiter fixiert. Dieses Kabel (1000 m Länge) wurde vom Ufer am Anleger quer über den See zum Meldekopf verlegt. Das Kabel wurde mit Gewichten beschwert, damit Schwimmer oder gar Boote nicht am Kabel hängen bleiben.

Der Aufbau der Strecke war in kürzester Zeit erledigt, so dass bereits nach wenigen Minuten am Meldekopf Bilder der DomeCam empfangen werden konnten. Die Steuerung der Kamera konnte vom Meldkopf ausgeführt werden. Die Kabellänge zwischen den beiden Punkten lag hier bei 1060 m.

Für das leibliche Wohl der übenden Einheiten war gesorgt. Der THW Koch des Ortsverbandes Villingen-Schwenningen versorgte die Helfer mit Frühstück, Mittagessen und Kaffee und Kuchen direkt am See.

Nach den Aufräumarbeiten und Verlasten des Materials auf den beiden Fernmeldekraftwagen traten die Einheiten die Rückreise an die Heimatstandorte an.

Vielen Dank an die Ausbilder


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